ABC-Analyse

Die ABC-Analyse wurde bereits 1951 von einem Manager bei General Electric erstmals beschrieben. Eine Anzahl von Objekten (Artikel, Maßeinheiten etc.) wird nach absteigender Bedeutung in die Klassen A, B und C geordnet. Multipliziert mit einer Maßeinheit (€) oder Menge erhält man als Ergebnis, welches Objekt am stärksten (A) relevant ist und welches am wenigsten (C). Diese Analyse hilft in allen Unternehmensbereichen dabei, ein Ranking herzustellen (Logistik, Einkauf, Verkauf, Qualitätssicherung etc.) und Entscheidungen vorzubereiten.

Amortisationsrechnung

Die Amortisationsrechnung ist eine Kapitalrückflussrechnung und gehört zu den Verfahren der statistischen Investitionsrechnungen. In der Regel ist diese Berechnung die Grundlage für Investitionen. Verglichen wird, wie lange es dauert bis das eingesetzte Kapital durch erwirtschaftete Überschüsse wieder zurückgeflossen ist. In Unternehmen wird häufig eine Regelfrist von einem Geschäftsjahr (für kurzfristige Investitionen) gesetzt. Dies bedeutet, dass das gebundene, investierte Kapital binnen eines Jahres plus einer festgelegten Verzinsung (z. B. 10 %), erwirtschaftet sein muss. Von Langfristigen Investitionen wird bei einer Zeitspanne… Weiterlesen >

Arbeitsanweisungen

Arbeitsanweisungen (work instructions) sichern eine gleichbleibende Qualität und einen gleichbleibenden Arbeitsablauf. Sie regeln die Arbeitsmethode, den Einsatz geeigneter Arbeitsmittel und die Bearbeitung von Arbeitsobjekten. Arbeitsanweisungen sind die Grundlage zur Sicherung der Arbeitsqualität und Arbeitssicherheit. Meist sind Arbeitsanweisungen Bestandteil des Qualitätsmanagementhandbuches und dienen zusätzlich der Einschulung von Mitarbeitern. Arbeitsanweisungen können mündlich formuliert werden, sind aber der Nachhaltigkeit geschuldet, oft verschriftlicht und werden so gleichermaßen auch Führungsinstrument. Dazu finden Sie im kmu-Kompetenzen Shop ausführliche, standardisierte Vorlagen.

Audit

Mit Hilfe eines Audits werden geforderte Standards überprüft. Diese sind i.d.R. Prozesse, Anforderungen, Richtlinien, aber auch Aspekte von Unternehmensführung, Organisation, Finanzwesen, Produktionsprozessen, Qualitätssicherung, Datenschutz und Info-Management. Der erhobene IST-Zustand wird mit dem effizienteren, erfolgversprechenderen SOLL-Zustand verglichen. Die Abweichung ergibt den Handlungsbedarf und zeigt Probleme oder gar Fehler deutlich auf. Meist werden Audits durch Fremdfirmen durchgeführt. Wir bei kmu.kompetenzen nennen diese ganzheitliche Unternehmensabfrage “Self-Check-System“, da Unternehmen sehr wohl einen Fragenkatalog selbst beantworten können.

Bilanz

Die Bilanz wird in Unternehmen zu einem bestimmten Stichtag erstellt. Die Bilanz ist Bestandteil der Buchführung und des Controllings im Unternehmen. Sie ist Grundlage für die betriebswirtschaftliche Gewinnermittlung. Die Bilanz zeigt das Netto-Geldvermögen und ist eine Gegenüberstellung von Aktiva- (positiv – Anlagen, Umlaufvermögen, Eigenmittel, Fremdkapital) zu Passiva-Werten (negativ – Schulden, Außenstände, Verbindlichkeiten). Die Bilanz ist mit der GuV (Gewinn- und Verlustrechnung) verzahnt.

Branche

Als Branche oder Wirtschaftszweig versteht man Unternehmen, die ähnliche Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen hervorbringen. Branchen werden auch als Geschäftsfelder bezeichnet. Branchen bündeln sich auch über Regionen oder wirtschaftliche gleiche Interessen (automotive Parks, Holzverarbeitung, Hotellerie in Ski-Gebieten etc.).

Cashflow

Unter einem Cashflow versteht man den Geldfluss, Kassenzufluss, Zahlungsstrom. Der Cashflow ist eine betriebswirtschaftlich wichtige Kennzahl, in der der Geldabfluss und der Geldzufluss in einem bestimmten Zeitraum gegenübergestellt (saldiert) werden. Aussagen zur Innenfinanzierung und Liquidität eines Unternehmens werden möglich.

Claim / Claims- / Nachforderungsmanagement

Übersetzt „Anspruch, Behauptung“. Im Projektmanagement ist der Begriff „Claim / Claimsmanagement fest verankert und unabkömmlich. Es geht primär darum Projekte und Großprojekte zu überwachen, zu Beurteilen und Abweichungen zu erfassen um wirtschaftliche Ansprüche durchzusetzten. Meist kommt es nach der Beauftragung des Kunden zu Änderungen, Erweiterungen oder Nachträgen. Die Ursachen können sein, nicht ausreichende oder vollständige Spezifizierungen des Auftrages, Fehler, unvorhersehbare Umstände sowie Änderungs- oder Ergänzungswünsche im Liefer- und Leistungsumfang. In unseren Unterlagen finden Sie dazu eine Beschreibung und ein Formblatt,… Weiterlesen >

Compliance-Richtlinien/-kultur

Compliance ist die rechtswissenschaftliche und betriebswirtschaftliche Umschreibung für die Regelkonformität und Regeltreue, sprich die Einhaltung von Gesetzten. Als CMS (Compliance Management System) versteht man die Verschriftlichung von Maßnahmen und Grundsätzen zur Einhaltung  bestimmter Regeln und somit die Vermeidung von Regel-/Gesetztesverstößen. Als Compliancekultur versteht man die Verhaltensweisen und Grundeinstellungen der Unternehmensleitung. Die Compliancekultur soll allen Mitarbeitern im Unternehmen sowie Kunden und Lieferanten des Unternehmens zeigen, dass das Unternehmen der Einhaltung und Beachtung von Regeln und Richtlinien große Bedeutung beimisst. Ziel ist… Weiterlesen >

Cost Cutting/Kosteneinsparung

Abweichend von den “normalen” Einsparungen in einem Unternehmen wird bei Verwendung des englischen Wortes “Cost Cutting” der drastische Schnitt zur Kosteneinsparung beschrieben. Es werden gezielte Unternehmensbereiche analysiert und Einsparungsfelder definiert. Dies betrifft in den allermeisten Fällen die variablen Kosten wie Personalkosten, Logistikkosten, Produktionskosten, Qualitätskosten. Ziel ist es mit einem drastischen Schnitt schnelle Kostensenkungen zu erreichen. Cost-Cutting-Programme entstehen häufig wenn zu erkennen ist, dass das geplante Betriebsergebnis nicht erreicht wird, Budgetplanungen in Gefahr sind, Markpreise nicht mehr erzielbar sind, der Kostendruck… Weiterlesen >

Dashboard “Cockpit”

Das Dashboard ist Teil des Informationsmanagements. Dieses dient zur Visualisierung von Daten. Gut strukturierte Dashboards zeigen die wichtigsten Daten auf einen Blick, komprimiert und vereinfacht. Einer der Ersten Bereiche die mit Dashboards gearbeitet haben waren Administratoren in der IT. Angezeigt wurden z.B. Benutzer, Zugriffszeiten, Reaktionszeiten, Hard- und Softwarezustände. Im modernen Management von Unternehmen findet man auf dem Dashboard „Key Performance Indicators“ – kurz KPI. Die Daten zur Unternehmensführung werden wo es möglich ist automatisiert (online) aktualisiert und dargestellt oder zeitnah… Weiterlesen >

EFQM (European Foundation for Quality Management)

Dieses Modell ist ausgerichtet auf die stetige Verbesserung (KVP und KAIZEN) mittels einer lernenden Organisation. Es orientiert sich fortwährend an der weltbesten  Umsetzung. Wie der kmu.kompetenzen “Self-Check” ist das System für Dienstleister und Wirtschaftsunternehmen anwendbar.

EPU (Ein-Personen-Unternehmen)

Das Ein-Personen-Unternehmen (EPU) ist eine wirtschaftliche Unternehmenseinheit die keine festangestellten Mitarbeiter (nicht länger als 5 Monate im Jahr) beschäftigt. Das EPU ist eine Einheit der gewerblichen Wirtschaft und richtet seine Aktivitäten auf Dauer aus. Es ist eine Gewerbeanmeldung nötig. Steuer- und Sozialversicherungsabgaben sind gemäß gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. In zahlreichen Ländern ist das EPU der stärkste wirtschaftliche Leistungserbringer. Im Jahre 2020 gibt es rund 330.000 EPU in Österreich und 2 Mio. EPU in Deutschland.

Fachautor

Autoren sind (lat. auctor – Urheber, Schöpfer, Förderer) Verfasser von sprachlichen Werken. kmu-Kompetenzen beschäftigt Fachautoren, die Fachbücher, Gebrauchsanleitungen, Handbücher, Lehrbücher aber auch funktionale Tabellen und Vorlagen zur  Prozessoptimierung in kmu-Unternehmen verfassen und erstellen. Fachautoren bei kmu-Kompetenzen sind i.d.R. Manager, Unternehmensberater, Spezialisten, Praktiker die sich     fundamental mit der Unternehmensführung, mit Managementmethoden, Produktionsprozessen, Prozesslandschaften, Dokumentenmanagement, Rationalisierungen und Wirtschaftlichkeitsoptimierungen aufgrund Ihrer Praxis auskennen und langjährige Erfahrung mitbringen. Ihre literarischen Werke dienen als Nachschlagewerk, Trainingsgrundlage, Methodenbeitrag um ein breites praktikables Wissen für kmu-Unternehmen… Weiterlesen >

FiFo

“First In – First Out” oder “First come, First served” (FCFS) beschreibt die Reihenfolge “Wer zuerst kommt, malt zuerst”. Zu den Lean-Prinzipien gehört es, dass der Warenfluss so organisiert wird, dass sich nichts überholt, nichts überaltert und nichts vergessen wird. In der Warenwirtschaft wird dieses Prinzip oft mit dem Mindest- und Maximalbestand von Waren gepaart. (Min/Max-Bestandsführung). Bei Schüttgütern kommen Silos zum Einsatz. In der modernen Lagerhaltung werden diese Prinzipien automatisiert geregelt.

Führungsstil

Der Führungsstil beschreibt die Art und Weise, mit der die Führungskraft ihre Management- und Führungsaufgaben wahrnimmt. Der Führungsstil ist eingebettet in die Führungskompetenz.

Glossar

Das Glossar ist die Auflistung von Fachbegriffen oder Wörtern mit beigefügter Erklärung der Bedeutung. Glossar ist auch als Wörterverzeichnis bekannt.

Ideenmanagement

Unter Ideenmanagement versteht man die Sammlung und Auswahl von Ideen zur Eliminierung von Verlusten und Verschwendungen und zur Umsetzung von Verbesserungen oder gar Neuerungen in Prozessen und Abläufen. Ziel ist es, gemeinsam mit den Mitarbeitern kreative Prozesse zu starten, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu stärken.

Inventur

Die Inventur schafft die Voraussetzung für eine ordentliche Buchführung und Bilanzierung. Durch Messen, Zählen oder Wiegen werden materielle Gegenstände erfasst. Zusätzlich werden Patente, Schutzrechte, Lizenzen, Schulden, Forderungen, Fuhrpark sowie Gebäude bewertet und als immaterielle Dinge der vollständigen Inventur zugeführt.

Just in Sequence

JIS = gebräuchliche Abkürzung; es beschreibt die reihenfolgesynchrone Produktion. Man versteht darunter das Konzept der bestandslosen Beschaffungslogistik mit Produktionsplanung und Produktionssteuerung. Viele Gegenstände können heute ganz individuell nach Kundenwunsch konfiguriert werden. Artikel, Baugruppen, Aggregate unterscheiden sich dann voneinander. Das führt dazu dass die Idee der JIT = Just in Time Anlieferung oftmals nicht mehr ausreicht. Die Zulieferung wird dann nicht mehr zum Beginn einer Montage oder Komplettierung vereinbart sondern ganz gezielt für einen Prozessschritt im Herstellungsprozess. Damit dies funktioniert werden… Weiterlesen >

Just in Time

JIT = gebräuchliche Abkürzung; darunter versteht man, das der Materialfluss zwischen Logistik und Produktion so feingesteuert ist, dass das Material kurz vor Produktionsbeginn in der Fertigung eintrifft. Die Bedingungen für eine JIT-Anlieferung heißen zur richtigen Zeit, in der richtigen Menge, am richtigen Ort und in der verabredeten Qualität. Dies führt zu einer konsequenten Platzeinsparung am Fertigungsort des Empfängers. Für den vorgelagerten Prozess (Lieferanten) bedeutet dies eine konsequente Prozessstabilität, da ansonsten das Lieferantenlager beim Zulieferer alle Unzulänglichkeiten der JIT-Anlieferung kompensieren muss… Weiterlesen >

KAIZEN

KAI = die Veränderung; Zen = zum Guten, Besseren.  Als methodisches Konzept steht KAIZEN für das streben nach kontinuierlicher Verbesserung. Die Verbesserungen erfolgen mit einer Vielzahl von Methoden mit dem Ziel, Produkte und Prozesse dem Optimum näher zu bringen. In den Unternehmen strebt man so nach einer optimalen Wirtschaftlichkeit und gestaltet daraus häufig ein Managementsystem. Dieser kontinuierliche Verbesserungsprozess ist somit auf die Kostensenkung und    Qualitätssteigerung fokussiert. Der Grundgedanke ist, dass ALLE Mitarbeiter eines Unternehmens dazu motiviert und befähigt werden,… Weiterlesen >

Kalkulation

Die Kalkulation ist ein kaufmännisches Instrument, um rechnerisch planmäßig Kosten für Herstellung, Dienstleistung, Stückkosten oder Halbfabrikate zu ermitteln. Man unterscheidet zwischen Vorkalkulation (in der Planungsphase) und Nachkalkulation (nach Abschluss aller Aufwendungen wie Material, Zeit, Ausschuss etc.). Die Abweichungen von Vor- und Nachkalkulation werden im Controlling interpretiert und dienen der Preisgestaltung. Für größere, langwierige Projekte oder Produktionslose ermittelt man mit der Zwischenkalkulation Abweichungen, um rechtzeitig Einfluss auf die Verfahren zu nehmen.

KANBAN

KANBAN ist eine Methode zur Materialfluss- und Produktionssteuerung. Kanban verhindert die Vorproduktion von zurzeit nicht benötigten Produkten und reduziert durch Standardisierung Bestände. Die Methode gehört zu den Grundlagen der Lean-Production. Es kommt zum Ziehfluss in der Produktionskette, dem Gegenteil des Push-Materialstroms. Meist wird ein Karten-Kanban oder KLT (Kleinladungsträger-Kanban) zur visuellen Steuerung aufgebaut. Das Wort “Kanban” bedeutet übertragen: Signal.

KMU

Als KMU werden kleinere und mittlere Unternehmen bezeichnet. Sie sind wesentlicher Bestandteil der Wirtschaftskultur. In Europa und insbesondere in Österreich ist der unternehmerische Mittelstand weit verbreitet. Die nachfolgende Tabelle zeigt Werte und Kriterien zur Klassifizierung.

Kompetenzen

Als Kompetenzen versteht man in Organisationen, dass Funktionsträger oder Stelleninhaber bestimmte Rechte (Befugnisse) und Pflichten haben. Diese versetzen sie in die Lage, Handlungen zur Erfüllung von Zielen und Aufgaben vorzunehmen. Der Stelleninhaber übernimmt hierfür die Verantwortung und ist dafür rechenschaftspflichtig.

KVP

Beschreibt den Kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Methodisch und planvoll werden alle Prozesse immer wieder auf Ihre Qualität, Verluste und Verschwendungen untersucht. Oftmals wird eigens ein KVP-Konzept und eine KVP-Organisation etabliert. Ideen werden in Form von Prämien belohnt. Häufig gibt es eine Verknüpfung mit dem BVW (Betriebliches Vorschlagswesen).

Lean (Produktion/Administration)

Lean-Production gilt für Produktion, Dienstleistung und Services gleichermaßen. Man versteht darunter eine “schlanke, schnelle und effiziente” Wertschöpfungskette. Eine Vielzahl von Methoden, die in der Automobilherstellung und Prozessindustrie entwickelt wurden, kommen den KMU-Betrieben zugute. Ziel ist die verschwendungsfreie Wertstromgestaltung (Wertstromdesign). Der Beginn dieser Art der Fertigungsphilosophie wurde im Toyota-Produktionssystem erstmalig beschrieben. Als Methode zur Gestaltung zählen Prozessmapping, SMED, Wertstromanalyse u. a.

Lieferantenfreigabe

In der Beschaffung von Waren und Dienstleistungen findet eine Lieferfähigkeitsüberprüfung statt. Kann der Lieferant durch eigene Darstellungen oder Auditierungen den Nachweis erbringen, dass er in der Lage ist, die gewünschte Qualität und Menge zeitgemäß zu erbringen, erhält er eine formale Freigabe durch den Auftraggeber. Diese Überprüfung stellt sicher, dass insbesondere Unternehmen, die in einer Lieferkette sind, keine Ausfälle erleben. Die Lieferantenfreigabe ist Bestandteil des Einkauf- und Liefervertrages.

Liquidität

In Unternehmen heißt die Liquiditätsberechnung Kapitalfluss- oder Cashflow-Rechnung. Das Ziel ist es, die Zahlungsfähigkeit sicher zu stellen. Wird die Liquidität unterschritten, müssen Fremdmittel in Form von Krediten oder durch Auflösung von Sicherheiten hergestellt werden. Kann dies nicht getan werden, gerät das Unternehmen in Liquiditätsengpässe oder in die Insolvenz.

Make or buy

“Make or buy” steht für Eigenfertigung oder Fremdbezug (Outsourcing). Der Eigenbezug wirkt sich immer unmittelbar auf die Fertigungstiefe aus. Selbst wenn die Eigenfertigung möglich ist, sollte überprüft werden, ob der Fremdbezug die günstigere Variante darstellt oder ob die Herstellung zur Kernkompetenz des Unternehmens gehört. Die Berechnung gestaltet sich wie folgt: Fertigungstiefe in % = Eigenfertigungsanteil/gesamte Fertigung x 100 %.

Management

Wörtlich übersetzt “an die Hand nehmen” und zum Erfolg führen. In Unternehmen bedeutet “Managen”, dass unter Beachtung ökonomischer Prinzipien eine leitende Funktion ausgeführt wird inkl. Planungen, Entscheidungen, Organisationsanpassungen und Kontrollen zur Zielerreichung.

Methoden(-kompetenz)

Ist eine Schlüsselqualifikation im Management. Sie umfasst das Fachwissen sowie die Fähigkeiten und Fertigkeiten, um Probleme zielorientiert zu lösen. Hierzu ist es erforderlich, Prozesse zu analysieren, Entscheidungen zu treffen und Prioritäten zu setzen.

Mitarbeitergespräch

Das wohl am häufigsten geführte Gespräch ist das Mitarbeitergespräch zwischen Vorgesetzten und Mitarbeiter. Als Führungsinstrument sollte das Mitarbeitergespräch 1-2 Mal jährlich durchgeführt und dokumentiert werden. Themen wir Zielvereinbarung, Weiterbildung, persönlichen Feedback, Leistungsbeurteilung, u. a. sind häufige Themenkreise. Das von kmu.kompetenzen entwickelte Formular “Mitarbeitergespräch” dient als Leitfaden und Checkliste gleichermaßen. Um den Prozess der kontinuierlichen Personalentwicklung zu unterstützen, ist die Dokumentation unerlässlich. Das im Mitarbeitergespräch entstandene Protokoll verbleibt bei den Gesprächspartnern und ist vertraulich zu behandeln.

Nachfolger (Unternehmensnachfolge)

Für den Mittelstand der KMU ist dies ein häufiges Thema. Gemeint ist der Wechsel des Eigentums (Unternehmen) oder der Leitung eines Unternehmens. Die Gründe hierfür sind unterschiedlich (Krankheit, Alter, Tod, Vererbung etc.). Häufig führt dies zur Liquidation von Unternehmen.

Nachhaltigkeit

Unter Nachhaltigkeit versteht man ein Prinzip zur Ressourcenschonung. Man betrachtet dafür die Regenerationsfähigkeit von Ökosystemen und Lebewesen. Das Haushalten oder die ständige Ausnutzung von Ressourcen (Rohstoffe, Holz, Energie) muss im Einklang mit der Regeneration stehen und darf nicht zur Ausbeutung oder Vernichtung führen. Mehr zu verbrauchen als durch die Natur geschaffen wird, gilt als Vernichtung und ist der Gegenpol zur Nachhaltigkeit.

Null-Fehler-Strategie

Die kontinuierliche Verbesserungsstrategie oder Null-Fehler-Strategie stammt aus der japanischen Arbeitsphilosophie und wird als KAIZEN bezeichnet. Die Null-Fehler-Strategie beschreibt eine fehlerfreie Produktion. In Unternehmensorganisationen ist diese als TQM (Total Quality Management) eingereiht und findet sich in vielen Produktionssystemen wieder. Merke: Qualität kostet nichts, aber sie wird dir nicht geschenkt. KMU akzeptieren häufig Fehler, auch kleine Fehler, zu schnell und verlieren an Effizienz und Profitabilität.

OEE/GEFF

OEE = Overall Equipement Effectivenes oder GEFF= Gesamtanlageneffektivität (ist im Rahmen von TPM = Total Produktivity Maintenance) die Kennzahl zur Feststellung der Effektivität einer Maschine/Anlage. Je Größer die Zahl, desto größer ist das Leistungspotential das der Produktion zur Verfügung gestellt werden kann. Die Maximierung des OEE/GEFF gehört zu den obersten formalen Zielen von Management und Instandhaltung. Bereits 1988 wurde diese bedeutende Kennzahl vom Japan Institute of Plant Maintenance entwickelt. Ohne gute Datenerhebung zur Verluststruktur und der Berechnung des OEE/GEFF wird… Weiterlesen >

One Point Lesson

Wörtlich übersetzt “Ein-Punkt-Schulung”. OPL sind Kurzschulungen, meist bebildert, mit der Darstellung eines gewünschten Vorgehens/Ablaufes oder eines Zielzustandes. Die OPL soll den Mitarbeitern ermöglichen, im Selbststudium Vorgänge möglichst fehlerfrei nachzuvollziehen oder gewünschte Standards einzuhalten.

Organigramm

Das Organigramm ist ein Strukturplan, Stellenplan oder Organisationsschaubild. In graphischer Form wird die Aufbauorganisation dargestellt. Organisatorische Einheiten, Kommunikationsbeziehungen, Hierarchieebenen und Aufgabenverteilungen werden offengelegt. Dies bringt eine Leistungsübersicht in die Unternehmensorganisation.

Organisation

Die Organisation findet in jedem Lebensbereich statt. In KMU-Betrieben stellt sie die Struktur des Unternehmens dar. In ihr verankert sind Zuständigkeiten, Informationsflüsse, Abläufe, Regeln, Kompetenzen und Abwicklungen strukturiert. Eine gute Organisation grenzt sich vom Begriff Institution ab. Eine gute und klare Organisation ist immer handlungsfähig.

Paradigma/Paradigmenwechsel

Paradigma steht für eine grundsätzliche Denkweise, eine bestimmte Art der Weltanschauung, eine Lehrmeinung. Übersetzt bedeutet Paradigma “Beispiel, Vorbild, Muster”. Es ist aber auch eine Art von Abgrenzung, Erklärungsmodell, Vorurteil. In der modernen Wissenschaftsgeschichte wurde der Begriff von Thomas S. Kuhn eingeführt. Jeder Mensch hat seine Paradigmen die er durch erlerntes, erfahrenes oder sein eigenes Meinungsbild erworben hat. Bsp.: “Bestimmte Lösungswege können nur so aussehen – das ist mein (eigenes) Paradigma.” Das bedeutet, andere Menschen die eine andere Erfahrung gemacht haben… Weiterlesen >

Patenschaft

Die Patenschaft ist eine freiwillige Übernahme einer Fürsorgepflicht. Im Anlernprozess neuer Mitarbeiter, bei der Einführung neuer Abläufe oder Standards haben sich Patenschaftsmodelle als sehr vorteilhaft gezeigt. Um möglichst schnell effektiv zu werden, können Patenschaften als Eisbrecher funktionieren.

Personalplanung

Die Personalplanung ist ein Teil der Unternehmensplanung und sollte kurz-, mittel-, und langfristige Ziele berücksichtigen. Der Auftrag   besteht darin, die richtigen Mitarbeiter mit der richtigen Qualifikation zur richtigen Zeit zu finden, unter Einhaltung der Kostenrahmen. Die Notwendigkeit der Personalplanung entsteht erstmals bei der Unternehmensgründung. Für den Aufbau und Ausbau des Unternehmens sowie bei Fluktuation und Ausscheiden entsteht immer wieder Personalplanungsbedarf.

Plan/Planung

Das Planen ist eine menschliche Fähigkeit. Planen beschreibt eine gedankliche Vorwegnahme von Handlungsschritten zur Erreichung eines Zieles. Um eine Planung zu erstellen, bedarf es einer Menge von Daten, die zu beschaffen, zu prüfen und zu sortieren sind. Für Unternehmen ist es zwingend erforderlich, Planungen zu erstellen, damit Ziele erreicht werden können. Die Umsetzung vom Plan zum Ziel ist die Aufgabe des Managements und der Mitarbeiter im Unternehmen.

Prozess

Ganz allgemein ist ein Prozess ein System von Bewegungen, der Ablauf eines Geschehens. Prozesse präsentieren sich als Geschäftsprozesse, Arbeitsprozesse, Wertschöpfungsprozesse u. a. In der Computersprache sind Prozesse auch Programme. Prozesse lassen sich meist genau planen und absichern, um eine stabile Wiederholgenauigkeit zu erreichen. Unternehmen sollten also ihre Prozesse genau kennen und beziffern können.

Prozessmapping

Das Prozessmapping ist eine Methode, um Prozesse zu analysieren, zu beschreiben und zu visualisieren. Der IST-Prozess wird genau auf der Arbeitsebene dargestellt. Das Prozessmapping ist eine einfache Methode, um mit den Mitarbeitern Arbeitsabläufe sichtbar zu machen und Schwachstellen zu visualisieren. Die Methode des Prozessmappings eignet sich, um besondere Abläufe in der Office-Welt (Informationen, Belege, Eingaben, Unterschrifteinholung, Entscheidungswege) zu optimieren.

Qualifikation (Matrix)

In der Arbeitswelt spricht man von Fachkompetenz, sozialer Kompetenz und Schlüsselqualifikation. Um in einem Arbeitsbereich herauszufinden, welche Mitarbeiter welche Qualifikationen/Kenntnisse/Fähigkeiten haben, bietet es sich an, eine Qualifikationsmatrix zu veröffentlichen. Man erkennt, wer welche Qualifikation hat. Dies erleichtert die Personaleinsatzplanung und zeigt auch den Fortbildungsbedarf. Somit können systemische Lücken in der Qualifikation erkannt und geschlossen werden.

Qualitätsmanagement – QM

QM ist ein Bereich des operativen Managements. Das Ziel ist es, Arbeitsqualität und Prozesse so effizient und effektiv wie möglich zu gestalten. Einbezogen sind Herstellungsprozesse (Zeitverbrauch, Materialverbrauch) sowie Dienstleistungen (Office, Administration, Verwaltungstätigkeiten). QM beinhaltet aber auch die stetige Optimierung durch Standardisierung, Qualifikation der Mitarbeiter, Dokumentenmanagement und Informationsverarbeitung.

Qualitätsmanagementhandbuch

Das QM-Handbuch war eine Forderung der Norm EN ISO 9001. Es ist heute mit der Revision 2015 nicht mehr zwingend erforderlich aber empfohlen. Es beschreibt die Sicht des Managements auf die Qualität in allen Operationsbereichen (Administration, Produktion, FE, Personalmanagement etc.) und entsprechenden Maßnahmen. Ebenso werden alle mitgeltenden Dokumente beschrieben sowie Abläufe dargestellt.

Rationalisierung

Das Wort Rational bedeutet „etwas vernünftig machen“; Ratio = die Vernunft. Für Unternehmen bedeutet dies kaufmännisch – die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit bzw. technisch – die Steigerung der Produktivität. Generell handelt es sich bei Rationalisierungen um Maßnahmen zur Erhaltung oder Steigerung der Wirtschaftlichkeit und dient der Existenzsicherung von Unternehmen. Oft versteht man unter Rationalisierung den Einsatz von Maschinen und Robotern im Tausch gegen menschliche Arbeitskraft. Innerhalb der Unternehmensorganisation, der Aufbau- und Ablauforganisation werden hingegen Arbeitsprozesse zu einem besseren Wirkungsgrad optimiert. In… Weiterlesen >

Ressourcen

Man unterscheidet Ressourcen in Unternehmen und KMU-Betrieben in finanzielle, physische, immaterielle, organisatorische und technologische Ressourcen. Die Aufgabe des Managements und der Mitarbeiter ist es, sorgsam und sparsam mit Ressourcen umzugehen, da diese stets auch wirtschaftliche Aspekte haben. Es rückt immer mehr ins Bewusstsein, dass natürliche Ressourcen geschont werden müssen. Dies ist Bestandteil der Nachhaltigkeit für nachwachsende Naturgüter.

ROI

“Return on Investment” bezeichnet die Kapitalrendite und ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl. Es gibt eine Vielzahl von Berechnungen zum ROI. Grundsätzlich gilt, dass ermittelt wird, wie viel Gewinn ich mit meinem eingesetzten Kapital in welcher Zeit erwirtschafte. Die größten Unterschiede liegen bei der Berechnung in der Eigenkapitalrendite und der Gesamtkapitalrendite. Jeder Manager der eine Investition tätigt, sollte zumindest rechnerisch wissen, wann das eingesetzte Kapital plus Rendite wieder verfügbar ist. Dies hat betriebswirtschaftlich eine große Auswirkung auf die Liquidität des Unternehmens.

Score Card

Ausgehend von der Balanced Score Card, die im Projektmanagement Anwendung findet, wird die Score Card in der Mitarbeiterführung zur Zielvereinbarung herangezogen. In der Score Card werden somit “weiche” Ziele wie Verhalten, Motivation, Lernerfolg, aber auch “messbare” Ziele wie Umsatzziele, Qualitätsziele oder Einsparungen dokumentiert. Meist wird die Zielerreichung mit einem Prämiensystem kombiniert. Die Vorlage einer Score Card finden Sie im kmu.kompetenzen Shop.

Selbstverantwortung

Unter Selbstverantwortung oder Eigenverantwortung versteht man die Pflicht und Bereitschaft für das eigene Handeln oder unterlassene Handlungen, wenn es darum geht, die Verantwortung zu übernehmen. Wir bei kmu.kompetenzen setzen darauf, dass die KMU-Unternehmensführer mit den richtigen Tools und Self-Check-Systemen die Vielzahl von Verantwortungen wesentlich stärker entwickeln und annehmen können.

Sequenzer KANBAN-Steuerung

Der Sequenzer ist ein visuelles Hilfsmittel an Arbeitsplatz in der Produktion. Einfach, flexibel und schnell können KANBAN-Karten über eine Tafel (KANBAN-Board) oder Klippstange, in eine Rangfolge/Reihenfolge gebracht werden. Oft werden als farbliches Signal Bereiche gekennzeichnet. So bedeutet: Roter Bereich – sofort produzieren oder bestellen, Gelber Bereich – bei nächstem Zyklus produzieren oder bestellen, Grüner Bereich – kein Bedarf oder alles im Plan. Somit werden Informationen die meist “nur” im System (Warenwirtschaft, PPS) zu sehen sind, visualisiert an den Arbeitsplätzen sichtbar… Weiterlesen >

SMED

“Single Minute Exchange of Die”, zu Deutsch der Werkzeugwechsel in wenigen Minuten oder Quick Change Over (QCO), also schnelles Rüsten, ist häufig der Schlüssel für eine deutlich höhere Effizienz in produzierenden Unternehmen. Um dies zu erreichen und Rüstzeiten um 50 bis 60 % zu reduzieren, gibt es eine Methode, die im Zusammenhang mit dem Toyota-Produktionssystem entstanden ist. Wir bei kmu.kompetenzen haben hier eine sehr große Kompetenz entwickelt. Die Weiterentwicklung von SMED ist “Zero Change Over”: Umrüsten innerhalb von 3 Minuten oder… Weiterlesen >

Standard

Der Standard ist eine vereinheitlichte Vorgehensweise und sollte die beste Art und Weise darstellen, einen Vorgang oder Prozess durchzuführen. Praktiken, die sich allgemein in Unternehmen durchgesetzt haben, bezeichnet man auch als Industriestandards. Ziel in Unternehmen sollte es sein, die besten Standards zu entwickeln und diese immer wieder auf ihre Anwendung zu überprüfen. Dies ist ein wichtiger Hebel, um immer wieder die wirtschaftlichste und ressourcenschonendste Anwendung praktizieren zu können. Um Standards zu beschreiben, werden oft OPLs (One Point Lessons) als Trainingsgrundlage… Weiterlesen >

Start-up-Unternehmen

Ein Start-up ist ein neu gegründetes Unternehmen mit einer innovativen Geschäftsidee. Erfolgversprechend sind hier skalierbare Geschäftsmodelle mit einem existierenden Markt. Ein Start-up-Unternehmen ist gleichermaßen auch als KMU zu bewerten. Die Finanzierung ist gerade am Anfang als risikoreich zu betrachten und findet häufig mit Fremdkapital, Förderungen oder Crowdfunding-Modellen statt. kmu.kompetenzen hat hier Tools entwickelt, die diesen neuen Unternehmen als Basis bei Planungen und Prozessentwicklungen helfen können.

Stellvertreter (Matrix)

Die Stellvertretung beinhaltet Befugnisse oder Generalvollmachten. Diese sind in der Regel zeitlich begrenzt. Häufig werden Stellvertreter benannt, ohne die Qualifikation zu berücksichtigen. Gerade KMU oder Start-up-Unternehmen haben hier durch die geringe Anzahl von Mitarbeitern oder durch Spezialistentum Engpässe. Ohne Stellvertreterregelung kommen Prozesse zum Erliegen (Urlaubszeit, Krankheit, Fluktuation). In der Stellvertreter-Matrix wird darauf geachtet, dass die wichtigsten Funktionen und Prozesse im Unternehmen weitergehen. kmu.kompetenzen hat hierzu eine Vorlage zur Anwendung erstellt.